Inhalt (9 Abschnitte)
- PKV für Soldaten: die kurze Antwort
- Brauchen Soldaten eine private Krankenversicherung? Die Antwort je Status
- Die fünf PKV-Bausteine für Soldaten
- Die Vorteile der PKV für Soldatinnen und Soldaten
- Wann sich die PKV nach dem Dienst besonders lohnt
- Für wen die PKV (noch) nicht der richtige Weg ist
- Gesundheitsprüfung: ein lösbarer Prüfpunkt
- Was die PKV-Bausteine für Soldaten kosten
- So gehst du vor – in vier Schritten
- Im Dienst brauchen Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten keine Krankenvollversicherung: Sie erhalten unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (§ 69a BBesG), die Versicherungspflicht nach § 193 Abs. 3 VVG greift insoweit nicht.
- Pflicht ist die Pflegeversicherung; eine private Pflegepflichtversicherung kostet für Eintrittsalter 18 bis 27 laut veröffentlichten Beispielen rund 31 bis 39 € im Monat – unabhängig von den Bezügen.
- Über die Öffnungsaktion nehmen die teilnehmenden Versicherer Zeit- und Berufssoldaten in den ersten sechs Monaten ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung in eine Anwartschaft auf – ohne Ablehnung aus Risikogründen, Zuschlag höchstens 30 % (PKV-Verband).
- Partner erhalten 70 %, Kinder 80 % Beihilfe; privat versichert wird nur der Rest – ein Kindertarif kostet zum Beispiel 57,77 € im Monat (Allianz, Mai 2026).
- Nach dem Dienst bezuschusst der Bund während der Übergangsgebührnisse auch eine PKV mit bis zur Hälfte des Beitrags (§ 18 SVG); Berufssoldaten erhalten im Ruhestand 70 % Beihilfe.
Die PKV für Soldaten ist im Dienst keine Vollversicherung, sondern ein Paket aus Bausteinen: Pflicht ist die Pflegeversicherung – privat für Eintrittsalter 18 bis 27 laut Beispielen rund 31 bis 39 € im Monat. Dazu kommen eine Anwartschaft, die über die Öffnungsaktion nur in den ersten sechs Monaten ohne Ablehnung aus Risikogründen möglich ist, und Restkostentarife für Partner (30 %) und Kinder (20 %) mit Beihilfe. Nach dem Dienst zahlt der Bund während der Übergangsgebührnisse bis zur Hälfte des PKV-Beitrags (§ 18 SVG; Stand Oktober 2026).
PKV für Soldaten: die kurze Antwort
Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten erhalten im Dienst die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (§ 69a BBesG). Weil dieser Anspruch besteht, gilt für sie die allgemeine Pflicht zur Krankenversicherung insoweit nicht (§ 193 Abs. 3 VVG). Eine private Krankenvollversicherung brauchst du im Dienst also nicht. Trotzdem begleitet dich die PKV durch die ganze Dienstzeit – in drei Rollen:
Pflicht im Dienst
Die private Pflegepflichtversicherung mit einkommensunabhängigem Beitrag – die günstige Art, die Pflegepflicht zu erfüllen.
Schutz für die Familie
Partner und Kinder erhalten Beihilfe, aber keine truppenärztliche Versorgung. Die PKV deckt den Rest als Restkostentarif.
Weg nach dem Dienst
Die Anwartschaft sichert deinen Gesundheitszustand von heute – für die PKV als Beamter, Selbstständiger, Gutverdiener oder Berufssoldat im Ruhestand.
Welche Bausteine für dich passen, zeigt der kostenlose Soldaten-KV-Check in 60 Sekunden.
Brauchen Soldaten eine private Krankenversicherung? Die Antwort je Status
| Status | Eigene Krankenversicherung? | Sinnvolle PKV-Bausteine |
|---|---|---|
| Freiwilliger Wehrdienst (6–11 Monate) | bisherige Krankenkasse läuft weiter, Bund zahlt | Anwartschaft nur, wenn später eine Verpflichtung als Soldat auf Zeit geplant ist |
| Soldat/in auf Zeit | nein – truppenärztliche Versorgung | Pflegepflichtversicherung, Anwartschaft, Zusatzbausteine |
| Berufssoldat/in | nein – truppenärztliche Versorgung | Pflegepflichtversicherung, Anwartschaft für den 30-%-Tarif im Ruhestand |
| Partner/in mit Beihilfe | ja, für 30 % | beihilfekonformer Restkostentarif |
| Kinder mit Beihilfe | ja, für 20 % | Kindertarif oder GKV-Familienversicherung |
| Nach dem Dienstzeitende (SaZ) | ja | GKV binnen 3 Monaten oder PKV mit Zuschuss nach § 18 SVG |
| Berufssoldat/in im Ruhestand | ja, für 30 % | Restkostentarif zu 70 % Beihilfe |
Die fünf PKV-Bausteine für Soldaten
1 · Private Pflegepflichtversicherung
Heilfürsorgeberechtigte, die nicht sozial pflegeversichert sind, müssen sie abschließen (§ 23 Abs. 4 SGB XI). Annahmezwang, kein Ausschluss von Vorerkrankungen (§ 110 SGB XI). Ein Versicherer nennt für Heilfürsorgeberechtigte „ab 33 €“ (DBV, 07.2026).
2 · Anwartschaft – klein oder groß
Die kleine sichert deinen Gesundheitszustand, die große zusätzlich dein Eintrittsalter. Die kleine kostet oft rund 5 % des Zieltarifs, ein Anbieter wirbt mit „ab 1 €“; die große meist 30 bis 45 %.
3 · Zusatzbausteine im Dienst
Die truppenärztliche Versorgung umfasst keine Heilpraktiker und keine Maßnahmen ohne Heilbehandlung (§ 69a Abs. 5 BBesG). Manche Anwartschaftstarife bündeln Zusatzleistungen.
4 · Restkostentarife für die Familie
Partner 30 %, Kinder 20 % – zu Beihilfe von 70 bzw. 80 %. Über deine Anwartschaft erhalten Angehörige Zugang zur Öffnungsaktion (PKV-Verband).
5 · Vollversicherung oder Restkostentarif danach
Nach dem Dienstzeitende als Vollversicherung mit Zuschuss nach § 18 SVG, als Beamter oder Berufssoldat im Ruhestand als Restkostentarif zur Beihilfe.
Was die Pflegepflicht sozial und privat über deine ganze Dienstzeit kostet, zeigt der Pflegeversicherungs-Rechner; die Kosten von kleiner und großer Anwartschaft rechnet der Anwartschafts-Rechner.
Pflegepflicht: sozial gegen privat pro Monat
Soziale Pflegeversicherung mit halbem Beitragssatz auf die Bezüge – gegen den Mittelwert veröffentlichter Beispiele für eine private Pflegepflichtversicherung (Eintrittsalter 18 bis 27)
Eigene Berechnung 2026: 1,8 % bzw. 2,4 % der Bezüge (§§ 28, 55, 57 SGB XI; Mobil Krankenkasse). Privat: Mittelwert der Spanne 31–39 € (DBV „ab 33 €“, Allianz 35,27 € mit 19 und 38,40 € mit 27 Jahren, covago 31–35 € mit 18 Jahren). Beispiel, kein Angebot.
Die Vorteile der PKV für Soldatinnen und Soldaten
- Pflegebeitrag unabhängig vom Einkommen: Sozial zahlst du 1,8 % aller Einnahmen, kinderlos ab 23 sogar 2,4 % (2026, §§ 55, 57 SGB XI) – bei 2.700 € Bezügen 48,60 bzw. 64,80 € im Monat. Privat hängt der Beitrag nicht von Bezügen, Beförderung oder Zulagen ab.
- Gesundheit von heute sichern: Über die Öffnungsaktion nehmen die teilnehmenden Versicherer Zeit- und Berufssoldaten in den ersten sechs Monaten in eine Anwartschaft auf – ohne Ablehnung aus Risikogründen, ohne Leistungsausschlüsse, Zuschlag höchstens 30 % (PKV-Verband, 01/2026).
- Familie mit Beihilfe: Partner erhalten 70 %, Kinder 80 % Beihilfe; privat versicherst du nur den Rest. Neugeborene versicherst du ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeit nach, wenn du sie binnen zwei Monaten anmeldest (§ 198 VVG).
- Leistungen vertraglich zugesichert: Der Versicherer kann die Krankheitskosten-Vollversicherung nicht ordentlich kündigen (§ 206 Abs. 1 VVG). In der GKV hat der Gesetzgeber 2026 beschlossen, die Zuzahlungen ab 2027 um 50 % zu erhöhen und den Festzuschuss für Zahnersatz von 60 auf 50 % zu senken (BGBl. 2026 I Nr. 228).
- Schneller zum Facharzt: 60 % der Privatversicherten bekommen einen Facharzttermin in weniger als vier Wochen, gesetzlich Versicherte nur zu 35 % (Versichertenbefragung der Patientenvertretung im G-BA, 2025).
- Zuschuss auch nach dem Dienst: Während der Übergangsgebührnisse zahlt der Bund auch zu einer PKV einen Zuschuss von höchstens der Hälfte des Beitrags (§ 18 SVG); im Ruhestand trägt die Beihilfe bei Berufssoldaten 70 %.
Wann sich die PKV nach dem Dienst besonders lohnt
Die eigentliche PKV-Entscheidung fällt am Ende der Dienstzeit. Für Soldaten auf Zeit endet mit dem letzten Diensttag die truppenärztliche Versorgung; Beihilfe gibt es für alle, die ab dem 31.12.2018 ausgeschieden sind, nicht mehr (Bundeswehr). Welche Krankenversicherung dann passt, hängt vom Weg ab:
Beamtenlaufbahn
Mit der Ernennung beginnen Beihilfe – beim Bund 50 %, mit zwei Kindern 70 % – und eine eigene Sechs-Monats-Frist der Öffnungsaktion. Mit Anwartschaft wechselst du ohne neue Prüfung in den Restkostentarif.
Selbstständigkeit
Freiwillige GKV mit Beitrag auf alle Einnahmen (§ 240 SGB V) oder PKV mit einkommensunabhängigem Beitrag – während der Übergangsgebührnisse jeweils mit Zuschuss.
Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze
Über 77.400 € im Jahr (2026; 2027 laut Kabinettsbeschluss 84.150 €) bist du versicherungsfrei und kannst in die PKV – mit Arbeitgeberzuschuss bis 613,22 € im Monat (2026).
Berufssoldat/in im Ruhestand
70 % Beihilfe, 30 % privat – mit Anwartschaft aus den ersten sechs Dienstmonaten ohne neue Gesundheitsprüfung.
Wichtig für den Übergang: Wer nach dem Dienst weder gesetzlich noch privat versichert ist, unterliegt der allgemeinen Versicherungspflicht. Wird der Vertrag später als einen Monat nach Entstehen der Pflicht beantragt, verlangt der Versicherer einen Prämienzuschlag – einen Monatsbeitrag für jeden weiteren angefangenen Monat der Nichtversicherung, ab dem sechsten Monat ein Sechstel (§ 193 Abs. 4 VVG). Plane deshalb lückenlos. Den Weg in die PKV nach der Dienstzeit beschreibt Private Krankenversicherung nach der Bundeswehr; deine Zahlen rechnet der Dienstzeitende-Rechner.
Nach dem Dienst: Beitrag, Zuschuss und Eigenanteil
Beispiel: 2.400 € Übergangsgebührnisse, kinderlos, ab 23, 2026 – Euro pro Monat
Eigene Berechnung: 14,0 % + 2,9 % Zusatzbeitrag + Pflege 4,2 % auf 2.400 € (§ 243 SGB V, § 55 SGB XI); Zuschuss die Hälfte (§ 18 Abs. 1 SVG); PKV 7,0 % + 1,45 % + 1,8 % = 10,25 %, höchstens die Hälfte des Beitrags (§ 18 Abs. 2 SVG).
Für wen die PKV (noch) nicht der richtige Weg ist
Ehrlich gehört dazu: Nicht für jeden ist die PKV-Vollversicherung nach dem Dienst möglich. Wer als Angestellte oder Angestellter unter der Versicherungspflichtgrenze arbeitet, ist gesetzlich pflichtversichert – mit Arbeitgeberanteil; ein Zuschuss nach § 18 SVG entfällt dann. Freiwillig Wehrdienstleistende behalten ohnehin ihre bisherige Krankenkasse. Das bedeutet aber nicht, auf PKV-Leistungen zu verzichten: Zusatzversicherungen für Zahnersatz, Brille oder Chefarzt und Zweibettzimmer ergänzen die GKV. Und wer eine Anwartschaft behält, hat die Tür für später offen – etwa für den Fall, dass das Gehalt die Grenze überschreitet oder eine Verbeamtung folgt (PKV-Verband).
Gesundheitsprüfung: ein lösbarer Prüfpunkt
Die PKV kalkuliert deinen Beitrag nach Eintrittsalter und Gesundheitszustand. Für Soldaten gibt es dafür zwei gute Lösungen. Erstens die Öffnungsaktion: In den ersten sechs Monaten ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung wirst du in eine Anwartschaft aufgenommen – ohne Ablehnung aus Risikogründen, ohne Leistungsausschlüsse, mit höchstens 30 % Zuschlag. Nach dem Dienstzeitende bzw. mit dem Ruhestand ist eine Aufnahme über die Öffnungsaktion nicht mehr möglich (PKV-Verband). Zweitens die anonyme Risikovoranfrage: Ist das Zeitfenster vorbei, fragt ein Experte vorab anonym bei mehreren Versicherern an, zu welchen Bedingungen sie dich annehmen. Wie das abläuft, erklärt PKV-trotz-Vorerkrankung.de zur Risikovoranfrage.
Gesundheitsangaben gehören immer in ein vertrauliches Gespräch – nicht in ein Formular. Unser Check und unsere Rechner stellen deshalb keine einzige Gesundheitsfrage. Die Anwartschaft im Allgemeinen erklärt KV-Statuswechsel.de zur Anwartschaft in der PKV; für Soldaten ist der Ratgeber Anwartschaft für Soldaten die passende Vertiefung.
Was die PKV-Bausteine für Soldaten kosten
| Baustein | Beispiel pro Monat | Quelle |
|---|---|---|
| Private Pflegepflichtversicherung, Eintrittsalter 18–27 | rund 31–39 € | DBV „ab 33 €“, Allianz 35,27 €/38,40 €, covago 31–35 € |
| Kleine Anwartschaft | oft rund 5 % des Zieltarifs, „ab 1 €“ | Versichererangaben (u. a. DBV) |
| Große Anwartschaft | meist 30–45 % des Zieltarifs | Versichererangaben |
| Kindertarif bei 80 % Beihilfe (0–15 Jahre) | 57,77 € | Allianz, Mai 2026 |
| Durchschnittlicher PKV-Beitrag (Orientierung) | rund 617 € | PKV-Verband |
Der Durchschnittsbeitrag ist nur ein grober Platzhalter: Für Beamte mit Beihilfe, für junge Eintrittsalter oder mit Selbstbehalt liegen die Beiträge meist deutlich darunter. Dein konkretes Angebot rechnet ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk. Alle amtlichen Werte für 2026 und 2027 – Pflegesätze, Grenzen, Zuschuss – stehen auf der Datenseite Krankenversicherung für Soldaten 2027.
So gehst du vor – in vier Schritten
1. Lage klären
Status, Dienstbeginn oder Dienstzeitende, Familie – der Soldaten-KV-Check ordnet dich in 60 Sekunden ein.
2. Fristen sichern
Pflegepflicht ab der Ernennung, sechs Monate für die Anwartschaft, sechs Monate ab Heirat oder Geburt für Angehörige.
3. Angebote vergleichen
Pflegepflichtversicherung, Anwartschaft und Familientarife beim selben Versicherer abstimmen.
4. Weg nach dem Dienst planen
Rund zwölf Monate vor dem Dienstzeitende oder Ruhestand die Umwandlung vorbereiten.
Ob gesetzlich oder privat für dich besser passt, ordnet Soldat gesetzlich oder privat versichert? ein. Deine Fristen und Vorteile zeigt der kostenlose Soldaten-KV-Check – mit Soldaten-Fahrplan als PDF.
Häufige Fragen
Brauchen Soldaten eine private Krankenversicherung?
Im Dienst keine Vollversicherung: Soldaten auf Zeit und Berufssoldaten erhalten die unentgeltliche truppenärztliche Versorgung (§ 69a BBesG). Pflicht ist eine Pflegeversicherung, meist privat. Sinnvoll sind eine Anwartschaft für die Zeit nach dem Dienst und Restkostentarife für Partner und Kinder, die Beihilfe erhalten.
Ist die PKV für Soldaten sinnvoll?
Für viele ja – vor allem, wenn nach dem Dienst eine Beamtenlaufbahn, die Selbstständigkeit, ein Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze oder der Ruhestand als Berufssoldat ansteht. Dann sichert eine Anwartschaft aus den ersten sechs Dienstmonaten den Zugang ohne neue Gesundheitsprüfung. Wer danach als Angestellter unter der Grenze arbeitet, ist gesetzlich versichert und kann mit Zusatzversicherungen ergänzen.
Was kostet die PKV für Soldaten?
Im Dienst zahlst du nur Bausteine: die private Pflegepflichtversicherung (Beispiele für Eintrittsalter 18 bis 27: rund 31 bis 39 € im Monat), eine kleine Anwartschaft (oft rund 5 % des Zieltarifs, ein Anbieter wirbt mit „ab 1 €“) und für Kinder einen 20-%-Tarif, zum Beispiel 57,77 €. Eine Vollversicherung nach dem Dienst hängt von Alter, Tarif und Weg ab.
Welche PKV ist die beste für Soldaten?
Eine pauschal beste PKV gibt es nicht. Entscheidend sind die Bedingungen der Anwartschaft, die Teilnahme an der Öffnungsaktion, beihilfekonforme Tarife für die Familie und der Weg nach dem Dienst. Ein spezialisierter Experte aus unserem Partnernetzwerk vergleicht die Angebote für deine Lage – kostenlos und unverbindlich.
Was passiert, wenn die Gesundheitsprüfung schwierig wird?
Dafür gibt es Lösungen: In den ersten sechs Monaten ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung nimmt die Öffnungsaktion dich ohne Ablehnung aus Risikogründen in eine Anwartschaft auf, mit höchstens 30 % Zuschlag. Später klärt eine anonyme Risikovoranfrage vorab, zu welchen Bedingungen ein Versicherer dich annimmt – ohne dass ein Antrag gespeichert wird.
Zahlt die Bundeswehr einen Zuschuss zur PKV?
Im Dienst nicht, denn dann brauchst du keine Vollversicherung. Nach dem Dienstzeitende zahlt der Bund während der Übergangsgebührnisse einen Zuschuss auch zur PKV: höchstens die Hälfte des Beitrags und höchstens 10,25 % der Übergangsgebührnisse (2026, § 18 SVG). Kein Zuschuss gibt es bei Arbeitgeberzuschuss oder Beihilfeanspruch.
Quellen
- § 69a BBesG – Heilfürsorge für Soldaten – abgerufen 18.10.2026
- § 193 VVG – Versicherungspflicht, Prämienzuschlag – abgerufen 18.10.2026
- § 23 SGB XI – Private Pflegepflichtversicherung – abgerufen 18.10.2026
- § 18 SVG – Zuschuss zur Kranken- und Pflegeversicherung – abgerufen 18.10.2026
- § 206 VVG – Kündigung des Versicherers – abgerufen 18.10.2026
- PKV-Verband: Erleichterte Aufnahme in die PKV (Broschüre) – Stand Januar 2026
- DBV: Anwartschaft für Heilfürsorgeberechtigte (Versichererangabe) – 07.07.2026
- Allianz: Beitragsbeispiele beihilfekonformer Tarife – Stand Mai 2026
- Patientenvertretung im G-BA: Versichertenbefragung 2025 – Befragung Nov./Dez. 2025, N = 3.970
- BGBl. 2026 I Nr. 228 – GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz – verkündet 29.07.2026
- PKV-Verband: Pflegebeitrag – abgerufen 18.10.2026
Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Kranken- und Pflegeversicherung von Soldatinnen und Soldaten (truppenärztliche Versorgung, Pflegepflicht, Anwartschaft, Beihilfe, Dienstzeitende) (Stand: 19. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Informationsportal – kein Angebot der Bundeswehr oder des BMVg; verbindlich entscheiden Pflegekasse, Krankenkasse, Beihilfestelle und die zuständigen Stellen der Bundeswehr. Herausgeber: Soldaten-PKV.de. Soldaten-PKV.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.