Anwartschaft

Öffnungsaktion für Soldaten: Anwartschaft in den ersten sechs Monaten sichern

Sechs Monate – länger hast du nicht, wenn du die Anwartschaft zu den besten Bedingungen willst. Die Öffnungsaktion der privaten Krankenversicherer nimmt Zeit- und Berufssoldaten in dieser Zeit ohne Ablehnung aus Risikogründen auf. Hier steht, wie die Frist läuft und wie du sie sicher einhältst.

Redaktion Soldaten-PKV.de Aktualisiert am 18. Oktober 2026 8 Min. Lesezeit
Inhalt (9 Abschnitte)
  1. Anwartschaft über die Öffnungsaktion: was Soldaten bekommen
  2. Wer an der Öffnungsaktion teilnehmen kann – und wer nicht
  3. Die Frist: sechs Monate ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung
  4. Was genau versichert wird – und was das für Zeitsoldaten heißt
  5. Pflegepflichtversicherung in der Öffnungsaktion
  6. Die Familie: Angehörige über deine Anwartschaft
  7. So stellst du den Antrag – Schritt für Schritt
  8. Frist verpasst? Diese Wege bleiben
  9. Checkliste: Öffnungsaktion für Soldaten
Das Wichtigste in Kürze
  • Über die Öffnungsaktion können Zeitsoldaten und Berufssoldaten (ohne vorheriges Dienstverhältnis als Zeitsoldat) ausschließlich eine Anwartschaft für eine beihilfekonforme Restkostenversicherung abschließen (PKV-Verband, Stand Januar 2026).
  • Der Antrag muss innerhalb von sechs Monaten ab Begründung des Anspruchs auf truppenärztliche Versorgung beim Versicherer eingehen – „nicht erst nach Ende der aktiven Dienstzeit“.
  • Die teilnehmenden Versicherer lehnen niemanden aus Risikogründen ab, nehmen keine Leistungsausschlüsse vor und begrenzen Zuschläge auf höchstens 30 % des Tarifbeitrags.
  • Nach dem Dienstzeitende (Bezug der Übergangsgebührnisse) bzw. mit dem Ruhestand ist eine Aufnahme über die Öffnungsaktion nicht mehr möglich.
  • Angehörige können die Öffnungsaktion innerhalb von sechs Monaten ab ihrer erstmaligen Berücksichtigung bei der Beihilfe nutzen – nur wenn der Soldat selbst privat versichert ist oder eine Anwartschaft hat, und bei demselben Versicherer.

Über die Öffnungsaktion der PKV können Zeit- und Berufssoldaten eine Anwartschaft für eine beihilfekonforme Restkostenversicherung abschließen – innerhalb von sechs Monaten ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung, maßgeblich ist der Antragseingang beim Versicherer. Die teilnehmenden Versicherer lehnen dann niemanden aus Risikogründen ab, verzichten auf Leistungsausschlüsse und begrenzen Zuschläge auf höchstens 30 %. Nach dem Dienstzeitende ist eine Aufnahme über die Öffnungsaktion nicht mehr möglich (PKV-Verband, Stand Oktober 2026).

Anwartschaft über die Öffnungsaktion: was Soldaten bekommen

Die Öffnungsaktionen sind eine Selbstverpflichtung privater Krankenversicherer, die der PKV-Verband in einer Broschüre beschreibt (Stand Januar 2026). Sie erleichtern Beamten und ihren Angehörigen den Weg in die private Krankenversicherung – „insbesondere Personen mit Vorerkrankungen“, wie es dort heißt. Für Soldatinnen und Soldaten mit truppenärztlicher Versorgung gilt eine Besonderheit: Weil sie im Dienst keine Krankenversicherung brauchen, bezieht sich das Angebot ausschließlich auf eine Anwartschaftsversicherung. Sie sichert dir den späteren Restkostentarif zu den erleichterten Bedingungen.

Keine Ablehnung

Kein Antragsteller wird aus Risikogründen abgelehnt.

Keine Ausschlüsse

Leistungsausschlüsse werden nicht vorgenommen; auch Versicherungsfälle vor Beginn werden nicht ausgeklammert.

Zuschlag gedeckelt

Zuschläge für erhöhte Risiken betragen höchstens 30 % des tariflichen Beitrags.

Die erleichterten Bedingungen gelten laut PKV-Verband auch für den Versicherungsschutz, der später auf die Anwartschaft folgt. Für junge, gesunde Soldaten spielt der Zuschlag oft gar keine Rolle – für alle, die schon heute etwas mitbringen, kann die Öffnungsaktion den Unterschied zwischen Ablehnung und Aufnahme machen. Den Überblick über die Anwartschaft gibt der Ratgeber Anwartschaft für Soldaten.

Wer an der Öffnungsaktion teilnehmen kann – und wer nicht

Teilnahme an den Öffnungsaktionen für Soldaten und Angehörige; Quelle: PKV-Verband, Broschüre „Erleichterte Aufnahme in die Private Krankenversicherung“, Stand Januar 2026; Stand 18.10.2026.
LageÖffnungsaktionHinweis
Soldat/in auf Zeit, erste sechs Monateja – nur als AnwartschaftFrist ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung
Berufssoldat/in ohne vorheriges Dienstverhältnis als Zeitsoldatja – nur als AnwartschaftFrist ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung
Übernahme vom Zeitsoldaten zum Berufssoldatenkeine neue FristDie Frist lag zu Beginn der Dienstzeit als Zeitsoldat.
Soldat/in auf Zeit nach dem DienstzeitendeneinMit dem Bezug der Übergangsgebührnisse ist keine Aufnahme mehr möglich.
Berufssoldat/in im RuhestandneinMit der Versetzung in den Ruhestand ist keine Aufnahme mehr möglich.
Ehemalige/r Soldat/in, später Beamtin oder Beamterja – als Beamtenanfängersechs Monate ab der Verbeamtung, wenn noch keine private Vollversicherung besteht
Partner/in und Kinder mit Beihilfejanur über deine Anwartschaft bzw. private Versicherung, beim selben Versicherer

Grundvoraussetzung ist laut PKV-Verband, dass du erstmals eine private Krankheitskostenvollversicherung abschließt. Eine bereits vorhandene Anwartschaft schließt die Aufnahme bei demselben Versicherer nicht aus. Freiwillig Wehrdienstleistende nennt die Broschüre nicht; sie behalten im Wehrdienst von 6 bis 11 Monaten ohnehin ihre Krankenkasse. Wer aus dem freiwilligen Wehrdienst heraus Soldat/in auf Zeit wird, sollte nicht abwarten: Ob die sechs Monate schon mit der truppenärztlichen Versorgung im Wehrdienst oder erst mit der Berufung zum Soldaten auf Zeit beginnen, regelt die Broschüre nicht ausdrücklich – stelle den Antrag deshalb so früh wie möglich.

Die Frist: sechs Monate ab Beginn der truppenärztlichen Versorgung

Laut PKV-Verband ist „die Antragstellung und nicht der Versicherungsbeginn“ maßgeblich: Der Antrag muss innerhalb der sechs Monate beim Versicherer eingehen. Der Anspruch auf truppenärztliche Versorgung beginnt mit dem Anspruch auf Besoldung (§ 69a Abs. 1 BBesG), bei Zeitsoldaten also in der Regel mit der Ernennung. Wir rechnen die Frist bewusst vorsichtig – einen Tag vor dem gleichen Kalendertag sechs Monate später; fehlt dieser Tag im Zielmonat, einen Tag vor dem Monatsletzten:

Vorsichtig gerechnetes Fristende der Öffnungsaktion für Soldaten (Beginn + 6 Monate − 1 Tag); eigene Berechnung, Stand 18.10.2026. Rechtlich endet die Frist oft einen Tag später.
Beginn der truppenärztlichen VersorgungAntrag spätestens beim Versicherer
01.07.202631.12.2026
31.08.202627.02.2027
01.10.202631.03.2027
02.11.202601.05.2027
01.01.202730.06.2027
01.04.202730.09.2027

Plane mindestens zwei Wochen Puffer ein: Angebote einholen, Antrag ausfüllen und Unterlagen beilegen braucht Zeit. Deine persönliche Frist berechnet der Anwartschafts-Rechner – gleich zusammen mit den Kosten bis zum Dienstzeitende.

Was genau versichert wird – und was das für Zeitsoldaten heißt

Gegenstand der Öffnungsaktion ist eine beihilfekonforme Restkostenversicherung: Ihre Erstattungssätze ergänzen den Beihilfeanspruch auf höchstens 100 %. Erstattet die Beihilfestelle auch Wahlleistungen wie Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung, gehören sie zum begünstigten Schutz; Beihilfeergänzungstarife sind von der Öffnungsaktion ausgenommen (PKV-Verband). Für Berufssoldaten passt das genau: Im Ruhestand gibt es 70 % Beihilfe, der Restkostentarif deckt 30 % (§ 46 Abs. 2 Nr. 2 BBhV).

Für Soldaten auf Zeit ist der Weg nach dem Dienst offener. Wer Beamtin oder Beamter wird, braucht ebenfalls einen Restkostentarif. Wer angestellt über der Versicherungspflichtgrenze arbeitet oder sich selbstständig macht, braucht dagegen eine Vollversicherung – denn ehemalige Zeitsoldaten erhalten keine Beihilfe. Der PKV-Verband hält die Anwartschaft ausdrücklich auch für diese Fälle für sinnvoll. In welche Tarife deine Anwartschaft später ohne neue Gesundheitsprüfung umgestellt werden kann, regeln die Bedingungen des jeweiligen Versicherers. Genau diesen Punkt prüft der Partner-Experte vor dem Abschluss – er ist wichtiger als ein paar Cent Beitragsunterschied.

Gut zu wissen für später: Ändert sich bei Beihilfeberechtigten der Bemessungssatz oder entfällt die Beihilfe, muss der Versicherer den Schutz auf Antrag innerhalb von sechs Monaten ohne Risikoprüfung anpassen (§ 199 Abs. 2 VVG). Und laut PKV-Verband gilt die Begrenzung des Risikozuschlags weiter, wenn bei Wegfall der Beihilfe innerhalb von sechs Monaten in einen leistungsähnlichen Tarif gewechselt wird.

Pflegepflichtversicherung in der Öffnungsaktion

Die Pflegeversicherung ist ab der Ernennung Pflicht. Wer bei Heilfürsorge nicht sozial versichert ist, schließt eine private Pflegepflichtversicherung ab (§ 23 Abs. 4 SGB XI). Wird sie im Rahmen der Öffnungsaktion abgeschlossen, wird laut PKV-Verband kein vom Gesundheitszustand abhängiger Risikozuschlag erhoben (Stand Januar 2026, unter Verweis auf § 110 Abs. 1 Nr. 2 d SGB XI). Nach mindestens fünf Jahren Vorversicherungszeit ist der Beitrag für beihilfekonform Versicherte zudem auf die Hälfte des Höchstbeitrags der sozialen Pflegeversicherung begrenzt (PKV-Verband; § 110 SGB XI).

Laut veröffentlichten Beispielen kostet die private Pflegepflichtversicherung für Eintrittsalter 18 bis 27 rund 31 bis 39 € im Monat – unabhängig von deinen Bezügen. Sozial zahlst du 2026 dagegen 1,8 % deiner Einnahmen, kinderlos ab 23 Jahren 2,4 %. Beides vergleicht der Pflegeversicherungs-Rechner über deine ganze Dienstzeit.

Pflegepflicht: sozial gegen privat pro Monat

Soziale Pflegeversicherung mit halbem Beitragssatz auf die Bezüge – gegen den Mittelwert veröffentlichter Beispiele für eine private Pflegepflichtversicherung (Eintrittsalter 18 bis 27)

0 €25 €50 €75 €100 €4935unter 23, 2.700 €6535ab 23, kinderlos, 2.700 €8435ab 23, kinderlos, 3.500 €
Sozial (halber Satz)Privat, Beispiel-Mittelwert

Eigene Berechnung 2026: 1,8 % bzw. 2,4 % der Bezüge (§§ 28, 55, 57 SGB XI; Mobil Krankenkasse). Privat: Mittelwert der Spanne 31–39 € (DBV „ab 33 €“, Allianz 35,27 € mit 19 und 38,40 € mit 27 Jahren, covago 31–35 € mit 18 Jahren). Beispiel, kein Angebot.

Die Familie: Angehörige über deine Anwartschaft

Partner und Kinder von Soldaten erhalten keine truppenärztliche Versorgung, sondern Beihilfe des Bundes: Partner 70 % (bei Einkünften bis 22.648 € für Anträge 2026 bzw. 23.608 € ab 2027), Kinder 80 %. Für sie gilt die Öffnungsaktion mit eigenen Regeln:

  • Voraussetzung: Du selbst bist privat krankenversichert oder hast eine Anwartschaft. Die Bedingungen der Öffnungsaktion musst du dafür nicht selbst in Anspruch genommen haben.
  • Frist: sechs Monate ab der erstmaligen Berücksichtigungsfähigkeit bei der Beihilfe – etwa ab der Heirat; bei Neugeborenen sechs Monate ab der Geburt. Waren Angehörige gesetzlich pflichtversichert, läuft die Frist ab dem Ende der Versicherungspflicht.
  • Versicherer: Aufgenommen werden Angehörige bei dem Unternehmen, bei dem deine Anwartschaft besteht. Nimmt dieser Versicherer nicht an den Öffnungsaktionen teil, können sie zu jedem teilnehmenden Unternehmen.
  • Ausschluss: Angehörige, die gesetzlich pflichtversichert sind, können die Öffnungsaktion während dieser Pflicht nicht nutzen.

Für Neugeborene gibt es zusätzlich die Kindernachversicherung: Anmeldung spätestens zwei Monate nach der Geburt, dann ohne Gesundheitsprüfung und Wartezeit, wenn ein Elternteil beim Versicherer versichert ist (§ 198 Abs. 1 VVG). Was deine Familie kostet, zeigt der Familien-Rechner; die Regeln für Partner erklärt der Ratgeber Beihilfe für die Ehefrau oder den Ehemann eines Soldaten.

So stellst du den Antrag – Schritt für Schritt

1 · Frist notieren

Datum der Ernennung plus sechs Monate minus ein Tag. Trag dir zwei Wochen vorher eine Erinnerung ein.

2 · Versicherer auswählen

Nur teilnehmende Versicherer gewähren die erleichterten Bedingungen – laut PKV-Verband muss sie nur der Versicherer gewähren, bei dem der verbindliche Erstantrag gestellt wurde.

3 · Öffnungsaktion ausdrücklich verlangen

Im Antrag kannst du die Aufnahme im Rahmen der Öffnungsaktion verlangen. Gesundheitsfragen beantwortest du nur im vertraulichen Antrag – sie dienen dann der Bemessung eines Zuschlags von höchstens 30 %.

4 · Pflege und Familie mitnehmen

Pflegepflichtversicherung beim selben Versicherer abschließen und die Fristen deiner Angehörigen notieren.

Weil die Erstantrags-Regel gilt, lohnt sich der Vergleich vor dem ersten Antrag. Welche Versicherer teilnehmen und was sie Soldaten bieten, beschreibt der Ratgeber Anwartschaft für Soldaten: Anbieter.

Frist verpasst? Diese Wege bleiben

Sind die sechs Monate vorbei, ist der Weg in die PKV nicht verschlossen. Eine Anwartschaft ist weiterhin möglich, dann mit normaler Gesundheitsprüfung – für viele junge Soldaten ohne Zuschlag. Ein spezialisierter Partner-Experte stellt vorab anonyme Risikovoranfragen bei mehreren Versicherern; wie das abläuft, erklärt PKV-trotz-Vorerkrankung.de zur anonymen Risikovoranfrage. Wirst du nach dem Dienst Beamtin oder Beamter, öffnet sich mit der Verbeamtung eine neue Sechs-Monats-Frist als Beamtenanfänger – die Regeln für Beamte beschreibt Beihilfe-Rechner.de zur Öffnungsaktion für Beamte. Und als ehemalige/r Soldat/in auf Zeit kannst du innerhalb von drei Monaten nach dem Ausscheiden freiwillig der GKV beitreten (§ 9 SGB V).

Checkliste: Öffnungsaktion für Soldaten

  • Datum der Ernennung bzw. des Beginns der truppenärztlichen Versorgung festhalten.
  • Fristende vorsichtig berechnen und zwei Wochen Puffer einplanen.
  • Kleine oder große Anwartschaft wählen – Hilfe gibt der Ratgeber kleine oder große Anwartschaft.
  • Teilnehmenden Versicherer auswählen und im Antrag die Öffnungsaktion verlangen.
  • Umstellungsrechte für deinen Weg nach dem Dienst prüfen lassen.
  • Pflegepflichtversicherung mit abschließen, Fristen für Partner und Kinder notieren.

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Häufige Fragen

Gilt die Öffnungsaktion der PKV für Soldaten?

Ja, für Zeitsoldaten und für Berufssoldaten, denen kein Dienstverhältnis als Zeitsoldat vorausgegangen ist – allerdings nur für eine Anwartschaft auf eine beihilfekonforme Restkostenversicherung. Das steht in der Broschüre des PKV-Verbands zu den Öffnungsaktionen (Stand Januar 2026).

Bis wann kann ich als Soldat die Öffnungsaktion nutzen?

Innerhalb von sechs Monaten ab Begründung des Anspruchs auf truppenärztliche Versorgung, also meist ab der Ernennung. Maßgeblich ist, dass der Antrag in dieser Zeit beim Versicherer eingeht. Vorsichtig gerechnet endet die Frist bei einer Ernennung am 01.10.2026 am 31.03.2027.

Gilt die Öffnungsaktion auch für Berufssoldaten?

Ja, wenn kein Dienstverhältnis als Zeitsoldat vorausgegangen ist. Wer vom Zeitsoldaten zum Berufssoldaten wird, hatte seine Frist bereits zu Beginn der Dienstzeit als Zeitsoldat. Mit der Versetzung in den Ruhestand ist eine Aufnahme über die Öffnungsaktion nicht mehr möglich.

Kann ich nach dem Dienstzeitende noch über die Öffnungsaktion in die PKV?

Nein. Laut PKV-Verband ist nach dem Ende der Dienstzeit – bei Zeitsoldaten mit dem Bezug der Übergangsgebührnisse – eine Aufnahme über die Öffnungsaktion nicht mehr möglich. Wer danach Beamtin oder Beamter wird, hat aber als Beamtenanfänger eine eigene Sechs-Monats-Frist, sofern noch keine private Vollversicherung besteht.

Können mein Partner und meine Kinder die Öffnungsaktion nutzen?

Ja, wenn sie bei der Beihilfe berücksichtigungsfähig sind und du selbst privat versichert bist oder eine Anwartschaft hast. Die Frist beträgt sechs Monate ab der erstmaligen Berücksichtigungsfähigkeit, etwa ab der Heirat, bei Neugeborenen ab der Geburt. Aufgenommen werden sie bei dem Versicherer, bei dem deine Anwartschaft besteht.

Quellen

  1. PKV-Verband: Erleichterte Aufnahme in die Private Krankenversicherung für Beamte und deren Angehörige (Öffnungsaktionen) – Stand Januar 2026
  2. § 110 SGB XI – Pflegepflichtversicherung (Abs. 1 Nr. 2 d: kein Risikozuschlag bei Öffnungsaktion) – abgerufen 18.10.2026
  3. § 69a BBesG – Truppenärztliche Versorgung – abgerufen 18.10.2026
  4. § 46 BBhV – Bemessung der Beihilfe – abgerufen 18.10.2026
  5. § 198 VVG – Kindernachversicherung – abgerufen 18.10.2026
  6. § 199 VVG – Beihilfeempfänger (Anpassung ohne Risikoprüfung) – abgerufen 18.10.2026
  7. § 16 SVG – Übergangsgebührnisse – Fassung ab 01.01.2026
Redaktion Soldaten-PKV.de

Unsere Beiträge stützen sich auf Gesetze, Angaben von Behörden und Verbänden sowie veröffentlichte Unterlagen der Versicherer – jeweils mit Stand. So arbeiten wir.

Dieser Beitrag bietet allgemeine Informationen zu der Kranken- und Pflegeversicherung von Soldatinnen und Soldaten (truppenärztliche Versorgung, Pflegepflicht, Anwartschaft, Beihilfe, Dienstzeitende) (Stand: 18. Oktober 2026). Er ersetzt keine individuelle Beratung. Welche Lösung zu dir passt, hängt von deiner persönlichen Situation ab, z. B. Alter, Gesundheit, Einkommen und Familie. Trotz sorgfältiger Prüfung übernehmen wir keine Gewähr für Vollständigkeit und Aktualität; Gesetze und Tarife ändern sich. Informationsportal – kein Angebot der Bundeswehr oder des BMVg; verbindlich entscheiden Pflegekasse, Krankenkasse, Beihilfestelle und die zuständigen Stellen der Bundeswehr. Herausgeber: Soldaten-PKV.de. Soldaten-PKV.de ist kein Versicherungsmakler und bietet keine Versicherungs-, Rechts- oder Steuerberatung an; eine individuelle Beratung erfolgt ausschließlich durch spezialisierte Kooperationspartner mit Erlaubnis nach § 34d GewO.

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